Nachhaltig mobil

31. August 2009 Mobilität Kommentare deaktiviert

Wandern in den Südtiroler Dolomiten erfreut das Herz eines jeden umweltbewussten Gastes.  Wieso ich das behaupte? Während man sich anderswo mühsam  mit dem PKW über kleine Almstraßen über die Baumgrenze hinauf kämpfen muss, laden in Südtirol – bzw.  genauer gesagt in Alta Badia – unzählige Bergbahnen im Sommerbetrieb zur Auffahrt ein. Nicht dass es dies in unseren Breiten nicht gäbe, doch in Alta Badia wartet ein besonders Zuckerl. Der Gast kann mit seiner Mobilitätskarte sämtliche Bergbahnen (12 an der Zahl) und Linienbusse benutzten. Einmal zahlen und dann geht es dahin. Kein mühsames Kaufen von Fahrkarten, kein Ärgern über teure Tickets für die Bergbahnen. Auf das Auto kann man verzichten und die Südtiroler Bergwelt ohne PKW erkunden.

An dieser Stelle möchte ich noch eine persönliche ÖV-Erfahrung mit Ihnen teilen: Reist man mit dem ÖV ist man natürlich nicht so flexibel. Der Öffentliche Verkehr wird nie die “Freiheit” bieten wie der PKW. Doch stellt man sich auf fixe Abfahrtszeiten ein und plant mit genug Pufferzeit, hat der ÖV durchaus seinen Reiz. Man reist bewusster, plant bewusster und nimmt bewusster wahr. Wartezeiten geben Zeit zum Reflektieren oder Kontakte mit der lokalen Bevölkerung zu knüpfen. Im Urlaub kann man sich Zeit nehmen. Reisen mit dem ÖV ist zum großen Teil “Einstellungssache”. All die motivierenden Worte für den Öffentlichen Verkehr sollen jedoch nicht davon ablenken, dass in vielen Regionen das ÖV-Angebot einfach zu unattraktiv ist, um genutzt zu werden.

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