Das BIP und mehr

24. September 2009 Wirtschaft Kommentare deaktiviert

Die Messung des Fortschritts in einer Welt im Wandel, so der Untertitel zu einem jüngst von der Europäischen Kommission veröffentlichten Stellungnahme zum Thema Wachstumsindikator.

Schon seit längerer Zeit bestehen verschiedene Bestrebungen das BIP als alleinigen Wachstums- und Wohlstandsindikator abzulösen.  Es ist hinlänglich bekannt, dass ab einer gewissen wirtschaftlichen Sättigung (Industrienationen) und dem damit einherschreitenden Güterkonsum die Bevölkerung keinen Wohlstandszuwachs mehr verspürt. Unterschiedliche Forschungen haben ergeben, dass es sich mit dem Konsum wie mit Lebensmitteln verhält: irgendwann ist man satt.

Um die Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Fähigkeiten Probleme zu lösen abzubilden, möchte man künftig über den reinen monetären Wert von Gütern und Dienstleistungen hinausgehen. Der neue Indikator soll allumfassend sein. Soziale Faktoren, Umweltschäden, Freitzeit usw. sollen in den neuen Wert einfließen. Wie genau das passieren soll, darüber herrscht noch Unklarheit. In dem Papier der Europäischen Kommission sind ein paar Forderungen festgehalten. 2012 sollen erste Ergebnisse präsentiert werden, wie ein neuer Indikator aussehen könnte.

Alles in allem ein lobenswertes Ziel. Wenn dieser Indikator als neues Anreizsystem etabliert werden kann, könnte tatsächlich eine  positive Entwicklung in Gang gebracht werden. Hoffen wir das Beste!

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