Das lebensgefährliche Spiel…

5. September 2009 Wirtschaft Kommentare deaktiviert

…mit der Krise, so der Titel des Leitartikels von Michael Fleischhacker in der Presse vom 5.9.2009. Endlich einmal ein Artikel der klar ausspricht wo die Probleme liegen und dass die Finanz- / Wirtschaftskrise sicherlich noch nicht ausgestanden ist.

Als das Weltwirtschaftssystem letzten Herbst auf der Kippe stand, sprangen die Staaten als Schuldner ein und pumpten Geld in das System. Geld das aus Luft erzezugt und in das System gesteckt wurde. Die Geldmenge hat sich dramatisch ausgeweitet.  Wenn die Summen im System bleiben und in der realen Wirtschaft ankommen, dann stehen die Zeichen auf Inflation. Eine Inflation die sich nicht an die von der EU gewünschte 2%-Marke halten wird. Daher sind die Staaten und Zentralbanken gefordert die Liquidität aus dem Markt zu nehmen, ohne jedoch die Wirtschaft einzubremsen. Ausstieg ohne Absturz betitelt Fleischhacker die Aufgabe. Wie das Geld aus dem Markt genommen werden kann, darüber herrscht Ratlosigkeit.

Geldmengenausweitung in den USA

Geldmengenausweitung in den USA

Der Bürger wird unterdessen mit positiven Nachrichten “eingelullt”. Wenn die Bevölkerung verstehen würde wie Banken heutzutage Bilanzieren dürfen würde ein Aufschrei wahrscheinlich nicht ausbleiben. Die Finanzinstitute dürfen nämlich Wertpapiere beinahe zu einem x-beliebigen Wert in die Bilanz aufnehmen. Zumindest müssen sie nicht den aktuellen (meist tieferen) Wert verwenden. Alles für schöne Bilanzen, welche das Vertrauen in die Banken steigern sollen. Für die Ermittlung der Steuerlast können allerdings die aktuellen Kurse verwendet werden. Jedem rechtschaffenden Bürger dreht sich hier wahrscheinlich der Magen um.

Fazit: Die schärfsten Krisenauswirkungen wurden nicht aufgehoben sondern nur aufgeschoben. Fleischhaker endet seinen Artikel mit folgenden Worten: ” Es gibt leider keinerlei Anzeichen dafür, dass die Politik bereit und in der Lage ist, den Menschen die Wahrheit zu sagen: Die Verschuldungskrise, die im Herbst 2008 ihren Höhepunkt erreicht hat, ist noch lange nicht vorüber.”

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