"N" wie Nachhaltigkeit = "E" wie Energie

1. Oktober 2009 Energie Kommentare deaktiviert

Wer sich ernsthaft mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, kommt an dem Thema Energie nicht vorbei. Unser Verständnis von Energie ist in unserem Bewusstsein eingeprägt und stammt aus einer Zeit lange vor Öl, Strom und Gas. Der Mensch muss prinzipiell mehr Energie zu sich nehmen, als er bei der Nahrungssuche aufwendet. Sonst droht der Exitus. Ein einfacher Energieverrechnungsmechanismus, der uns seit jeher vorgeschrieben ist und unser Verhalten steuert. Der Mensch trachtet daher interne (eigene) Energieaufwendung zu vermeiden. Danach richtet er sein Verhalten aus.

Dieses Verhaltensmuster war eine Triebfeder für das Verhalten des Menschen und die Entwicklung von Gesellschaft und Technik. Es gelang dem Mensch immer mehr interne Energie einzusparen und durch andere Energieträger zu ersetzten. Im Laufe der Jahrtausende und besonders in den letzten 200 Jahren entwickelten sich dadurch (Raum)Strukturen die auf einen extrem hohen energetischen Input angewiesen sind. Diese hochkomplexe Gesellschaft basiert heute zum überwiegenden Teil auf der Verfügbarkeit von billigem Erdöl als Energiequelle.

Wieviel Energie steckt in Großstädten?

Wieviel Energie steckt in Großstädten?

Wenn wir das Thema Nachhaltigkeit ernst nehmen müssen wir uns fragen, wie nachhaltig ein System ist, dass nur durch einen ständigen Energieinput – der auf absehbare Zeit nicht lokal gedeckt werden kann – erhalten werden kann? Energie dient übrigens nicht nur zum jetzt implizit angesprochenen Transport. Energie wird für sämtliche Vorgänge in der Gesellschaft benötigt: Vom Aufbau/Ausbau der Gesetztesstrukturen über die Pflege  sozialer Kontakte bis zum Bau eines Passivenergiehauses (Idealfall).

Wie aber der scheinbar evolutionär programmierten Energiefalle entkommen? Der Mensch unterscheidet sich vom Tier dadurch, dass er durch sein höheres Bewusstsein, das niedere Bewusstsein überlagern kann. Sprich wir haben das Potential unser programmiertes Verhalten durch Weisheit und Wissen auszubremsen. Wenn wir nachhaltiger werden wollen, müssen wir weniger Energie verbrauchen. Dazu müssen wir “lediglich” unseren evolutionär entwickelten  internen Energieverrechnungsmechanismus überlisten.

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