Mein Lebensprojekt

16. Dezember 2009 Allgemein 1 Kommentar

Traditionell blickt man am Ende jedes Jahres mit einem Auge zurück und mit dem anderen nach vor. Was ist gelaufen, was bringt die Zukunft? Für mich persönlich hat mein “Lebensprojekt”  Zukunftsraum begonnen.  Angetrieben von der Frage nach dem Warum und Wieso stelle ich mich den Fragen der Zukunft.

Die Erde dreht sich auch 2010 weiter!

Die Erde dreht sich auch 2010 weiter!

Zukunft war in den letzten 60 Jahren immer ein Garant, dass es für uns Westeuropäer – zumindest materiell – immer besser wird. Im historischen Kontext haben wir es mit einer einmaligen Situation und einem einmaligen Wohlstandsgewinn zu tun. Spätestens seit der Jahrtausendwende hat sich das positive Zukunftsbild etwas verdunkelt. Die Internetblase, die Anschläge von 9/11, Afganistan, Irak, Ölpreisrally, Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Klimaalarm, um nur einige wenige ganz offensichtliche Ereignisse zu erwähnen. Gerade mit den jüngsten wirtschaftlichen Ereignissen hat ein Nachdenkprozess eingesetzt, die Zukunft wird kritischer gesehen. Wer offenen Auges durch die Welt geht, Zeitung liest, sich im Internet erkundigt und reflektiert, der kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich etwas tut.

Ich persönlich bin nach 3-jährigem persönlichen Studium von Peak Oil, Finanz- und Wirtschaftssystem, Klimawandel und sozialer Gerechtigkeit zu der Erkenntnis gelangt, dass wir am Anfang eines Strukturwandels stecken. Was wir im Moment erleben ist nicht nur ein kleiner Knick in der Wachstumskurve, es sind die ersten Zeichen für einen strukturellen Wandel in der Wirtschaft und der Gesellschaft. Aus eben dieser Erkenntnis ist mein Lebensprojekt Zukunftsraum entstanden.  Es bewegt sich eigentlich zwischen zwei Welten. Mit einem Bein ist es in den bestehenden Strukturen verankert, mit dem zweiten Bein macht es erste Schritte in die Zukunft. Was die beiden Gliedmaßen zusammenhält ist das Wissen über die Wichtigkeit lokal verwurzelter, funktionierender und agierender Akteure, Strukturen und Gemeinschaften.

Blicken wir also in die Zukunft. Offiziell eröffnet wird das Jahr 2010 mit der Teilnahme am Wachstum im Wandel – Kongress im Jänner in Wien. Im Februar wird vernetzt. Gemeinsam mit  anderen Beratern wird an einem Beratungsleitbild zum Wandel gearbeitet. Das Thema des Wandels wird im März mit dem von mir durchgeführten Workshop “Welt im Wandel”  in Lienz weitergetragen. Im April steht  eine persönliche Horizonterweiterung am Plan: Ausbildung zum Transition Trainer. Bis Mai sollte die Produktion der Printprodukte (Erlebnisführer) für den Outdoorpark Oberdrautal abgeschlossen sein. Gemeinschaftlich wird in der ersten Jahreshälfte auch das Thema Flusswandern auf der Drau weiterentwickelt. Soweit die ersten Fixpunkte. Einige Projekte hängen noch in der Ideen-Konzept-Schleife in meinem Hirn. Wenn die Zeit dafür Reif ist, werden sie an die Öffentlichkeit gelangen.

2010 wird ein Jahr der Unsicherheit, so verkünden es die Medien und sie dürften Recht damit haben. Relative Sicherheit können wir nur haben wenn es globales robustes Wachstum gibt. Dann ist abzusehen was passieren wird. Doch dem Wachstumsprozess liegen immer mehr Hindernisse im Weg: Explodierende Staatsschulden, steigende Energiekosten, steigende Arbeitslosigkeit, steigende soziale Ungleichverteilung, die Weltklimakrise. Offiziell gibt es keine Alternative zum System des Wirtschaftswachstums, nur dieses erzeuge Stabilität. Dass dies aber nur die halbe Wahrheit ist, vermitteln uns sämtliche zuvor erwähnten krisenhaften Entwicklungen. Dass an gesellschaftlicher Stabilität auch abseits von Wirtschafswachstum gearbeitet werden kann, zeigen uns heute schon zahlreiche “Grass-Roots-Initiativen”. Diese Bewegungen “von unten” arbeiten praxisorientiert an der Zukunft. 2010 werde ich mich verstärkt dieser Initiativen annehmen und den Gedanken einer basisorientierten und selbstbestimmten Entwicklung stärker vorantreiben. Zukunftsraum möchte damit einen Schritt weiter gehen, Ideologien beiseite lassend, einen Schritt weiter in Richtung einer zukunftsfähigen Gesellschaft.

1 Trackback

  1. [...] This post was mentioned on Twitter by Georg Pleger, Michael Hohenwarter. Michael Hohenwarter said: Mein Lebensprojekt: Traditionell blickt man am Ende jedes Jahres mit einem Auge zurück und mit dem anderen nach.. http://bit.ly/4DGv45 [...]

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