Vom Zug auf die Piste

17. Januar 2010 Best practice, Mobilität Kommentare deaktiviert

Unglaublich aber wahr! Auf der Seite http://www.snowcarbon.co.uk/ wird Skiurlaub in den Alpen mit Anreise per Bahn (aus England) beworben.  Hinter diesem interessanten Projekt stehen Daniel Elkan, britischer Reisejournalist und sein Kollegen Mark Hodson. Neben dem “Umweltargument” (90% CO2-Reduktion im Vergleich zum Flugzeug)  führen die beiden Journalisten auch folgende Argumentation ins Treffen:  „Im Durchschnitt dauert die Anreise per Bahn – von Haustür zu Hoteltür gerechnet – nur gut eine Stunde länger als per Flugzeug.“ Komfort und keine stundenlangen Bustransfers ins Skigebiet werden ebenfalls als Argumente für eine Anreise per Zug angeführt. 220€ kostet ein Hin&Retour-Ticket nach St. Anton am Arlberg. Man startet um 6.22 in London und ist um 18.57 am Arlberg. Gar nicht schlecht!

Vom Zug auf die Skier

Vom Zug auf die Skier

Ich persönlich finde das Projekt “stark”. Ein erster  Schritt, um über die Grenzen hinaus zu blicken und zu sehen was möglich ist. Interessant sind diese Angebote natürlich in erster Linie für Personen, die an hochrangigen Eisenbahnstationen wohnen. Denn die größte Schwäche (im Sinne des Komfort) ist das Umsteigen. Dies ergaben meine Arbeiten an einem Skigebietsprojekt in Südtirol zum Thema Öffentlicher Verkehr. Es bedarf einer recht aufwändigen Dienstleistungskette, um eine angenehme Anreise zu ermöglichen. Doch in Zeiten ständig steigender Nachfrage nach Leihausrüstung, sollte das Thema “Umsteigen mit schwerem Gepäck” auch ein lösbares sein.

Link zum Artikel in der Presse.

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