Mindset & Power Down

11. März 2010 Allgemein Kommentare deaktiviert

Letzte Woche war ich beim Dialogforum regionale Wirtschaft im Rahmen des PowerDown Projekts in St. Georgen am Längsee. Prominentester Teilnehmer der Runde, die sich über die Konsequenzen von Peak Oil unterhielt, war  Elmar Altvater. Im Zuge der Diskussionen und Worksessions wurde wieder einmal klar und deutlich, welch kultureller Wandel in den nächsten Jahren bevorsteht. Im Zusammenhang mit Wandelprozessen gefällt mir der Ansatz der Mindsets von John Naisbitt. In seinem Buch Mind Set! bespricht er 11 Denkmuster die für das Erkennen und Bewältigen der Zukunft notwendig sind. An dieser Stelle möchte ich nur 2 kurz hervorgreifen:

Eilen Sie der Parade nicht so weit voraus, dass die Menschen nicht mehr erkennen, dass Sie dazu gehören.

Wenn man Wandel “verkaufen” will, dann muss man bedenken, dass Menschen die Auswirkungen zukünftiger Events stark diskontieren. Je weiter (zeitlich) etwas aus ihrem subjektiven Empfinden weg ist, desto irrelevanter für ihr Verhalten. Umso wichtiger ist es im Alltag der Menschen anzuknüpfen und eine klare und unmittelbare Verbindung zwischen der persönlichen Situation und dem notwendigen Wandel herzustellen.

Der Widerstand gegen den Wandel fällt, sobald seine Vorteile erschichtlich sind.

Beinahe schon eine “Binsenweisheit”.  Die große Herausforderung besteht darin die Vorteile eines Wandel herauszuarbeiten. Was ist gut daran wenn Benzin 3€ kostet? Auf den ersten Blick nichts, rein gar nichts. Doch auf den 2.  fachmännischen Blick erkennt man, dass  mit steigenden Transportkosten wieder mehr lokale Arbeitsplätze entstehen werden. Kürzere Pendeldistanz bedeutet weniger Treibstoffverbrauch, eventuell weniger Kosten, weniger Zeitaufwand, weniger CO2 usw. …

Jetzt doch noch ein Mindset für jedermann zur praktischen Anwendung:

Behalten Sie den Spielstand im Auge

Naisbitt führt aus: Wenn ein Fußballspiel 5:2 endet, dann sind dies die Fakten. Das Resultat verändert sich auch durch Ausrede, Belobigungen oder Erklärungen des Gewinners oder Verlierers nicht. Keine noch so blendende Rhetorik eines CEOs kann bestehende Geschäftszahlen verbessern.

Also achten Sie auf Fakten und nicht auf blumige Reden. Und weil ich es gerade im Radio höre: Umweltminster Berlakovich kündigte den Energieplan für Österreich (oder so ähnlich) an. Klang gut und vielversprechend….war aber nur eine Ankündigung…

Diesen Inhalt teilen