Driften, Steuern, Anvertrauen

27. Oktober 2010 Vision & Bewusstsein Kommentare deaktiviert

Mir liegt es fern mich mit fremden Federn zu schücken, doch möchte ich mir den Blog-Eintrag von HP Wallner zu nutzen machen und mir eine “Gliederung” borgen. Am Anfang steht die Frage, wie wir durch das Leben schreiten?

Durch das Leben schreiten

Durch das Leben schreiten

A – Drift: ich lasse das Leben laufen, weil ich zur aktiven Steuerung keine Energie oder keine Lust habe (passive Lebenshaltung)

B – Steuerung: ich nehme mein Leben in die Hand, setzte mir Ziele und steuere mit all meiner Energie  darauf zu  (aktive Lebenshaltung)

C – Anvertrauen: ich übergebe mein Leben der Intelligenz des universellen Geistes und lasse los (transformative Lebenshaltung)

Diese unterschiedlichen “Typen” sind im Wandelprozess von höchster Bedeutung. Bedrohlich kann Wandel im Fall A werden. Eine passive Lebenshaltung macht mich zum Spielball “fremder” Mächte. Ich habe keinen bzw. kaum Einfluss auf meine Entwicklung, auf mein Fortkommen. Wandel sorgt dafür, dass meine Gewohnheiten, meine Erwartungen, meine “wohlverdienten Ansprüche” plötzlich nicht mehr erfüllt werden und ich keine Ahnung hab was nun zu tun sei. Die steuernde Haltung (B) ist eine aktive Haltung, planen um Ziele zu erreichen. HP Wallner schreibt:

Eine aktive Steuerung über Ziele ist das höchste der Gefühle, was im unternehmerischen Kontext möglich scheint.

Das betrifft mit Sicherheit nicht nur Unternehmer, sondern auch den Durchschnittsbürger. Das Planen von Zielen und die Abarbeitung dieser hat jedoch nur Aussicht auf Erfolg, wenn die Zukunft planbar ist. Darin liegt jedoch die Tücke des Wandels, denn unter planbar verstehen wir normalerweise die Fortschreibung gewisser Trends, gewisser Entwicklungen (z.B. jährliches BIP-Wachstum von 2%). Wandel zeichnet sich aber gerade dadurch aus, dass diese Lineariät nicht gegeben ist, die Zukunft nicht mehr planbar ist. Schön langsam wird die Stärke der “3. Seinesform” des Anvertrauens erkenntlich (ich übergebe mein Leben der Intelligenz des universellen Geistes und lasse los).  Dabei ist aus meiner Sicht der Kernbegriff das “Loslassen”. Offen sein für Neues, Altes zurück lassen; im materiellen sowie im inmateriellen Sinn. HP Wallner bezeichnet dies als ein Erwachen!

Wer sein Leben in dieser 3. Seinesform des Anvertrauens verbringt, für den bietet die Zukunft eine Fülle von Chancen und Abenteuern. Diese Seiensform zu erreichen ist für uns alle – inklusive dem Schreiberling dieser Zeilen – eine Lebensaufgabe. Für uns alle wird Wandel daher immer etwas Besorgniserregendes in sich tragen, denn vielzusehr sind wir alle mit dem Steuern unseres Glücks beschäftigt. Doch jeder Schritt in Richtung “Loslassen” bringt uns einer glücklichen Zukunft näher!

@ HP Wallner: Danke für deinen Beitrag.

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