Vision: Fundstätte Schreibtisch

17. November 2010 Allgemein Kommentare deaktiviert

In der Wirtschaft gibt es das Effizienzparadoxon, welches besagt, dass Effizienz alleine den Energieverbrauch in Summe nicht verringert, da die eingesparte Energie für einen anderen Zweck bzw. für Kapzitätsausweitung aufgewendet wird.

Das Gleiche, oder zumindest etwas Ähnliches lässt sich über meinen Schreibtisch erzählen. Hatte ich früher gerade Platz für Laptop und ein Blatt A4-Papier, so bring ich heute locker 20 A4-Blätter (und die sich darüber türmenden Stapel) unter. Doch heute wie früher ist mein Schreibtisch übervoll mit mehr oder weniger interessanten Berichten, Artikeln und sonstigen Infos. Wenn ich dann einmal im Monat das Chaos aufräume, wird mir der Sinn und Zweck des Horten und Sammelns am Schreibtisch klar. Uninteressantes findet nämlich sofort den Weg in einen Ordner oder den Papierkorb, doch Interssantes wird zwischengelagert, um es bei Zeit oder Bedarf einer Verwendung zuzuführen. Ein Ergebnis dieses Prozesses, ist dieser Blogartikel ;-)

Wenn man sich mit der Zukunft beschäftigt kommt man um sie nicht herum, die Vision. Viel wird darüber geschrieben und geredet.  Für mich ist es ganz klar, dass ohne Vision nichts (in die richtige Richtung) läuft. Doch kann eine Vision erst dann ihre Kraft entfalten, wenn wir daran glauben. Ohne die tiefe Überzeugung, dass die Vision umsetzbar ist wird man sich ihrer nie nähern.

Vor ca. einem Monat stieß ich zufällig auf ein interessantes Interview mit Prof. Claus Eurich. Gebannt hörte ich zu, fasste alsbald Papier und Schreibwerkzeug um die wichtigsten Punkte für den Nachwelt festzuhalten.

Vision - www.nlpt.de

Vision - www.nlpt.de

Wenn Visionen fehlen:

  • Wo Visionen fehlen, gehen Wertgemeinschaften verloren.
  • Ohne Vision handeln wir kurzfristig.
  • Visionslose Politik ist populistisch.
  • Handeln ohne Vision ist machtstrategisch orientiert.
  • Laut Eurich fehlt es in unserer Gesellschaft an einer gemeinsamen verbindlichen Vision.
  • Eine Gesellschaft ohne Vision ist eine Gesellschaft am Endpunkt.

Was Visionen leisten:

  • Vision als Stern für den Wanderer.
  • Mit einer Vision wissen wir, was wir erstreben.
  • Eine Vision ist keine Illusion, sie hält den Kern des zu Verwirklichenden in sich.
  • Eine Vision will verbinden.
  • Eine Vision trennt nicht.

Dies sind nur ein paar Punkte meiner Mitschrift.  More to come, bei anderer Gelegenheit.

Abschließend ein Zitat von T. S. Elliot, welches von Eurich ebenfalls erwähnt wurde:

Zwischen Regung und die Tat fällt der Schatten.

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