Archiv für die Kategorie „Allgemein“

Literatur, Literatur

Das Leben verläuft in Wellenbewegungen, es schaukelt auf und ab und jeder Tag eröffnet neue Chancen und Risken. Nichts ist in Stein gemeiselt. Diese “Wellentheorie” kann ich auch bei mir persönlich gut nachvollziehen.  In einem Alter zwischen 10 und 14 verbrachte ich viele Stunden lesend bei Winnetou und Co bis meine Leselust apruppt endete. Es dauerte fast 10 Jahre bis mein Interesse am Geschriebenen wieder aufflammte. Was sich geändert hat ist die Literatur.  Trieb mich früher Karl May in die Fantasiewelt des Wilden Westen, so locken mich heute andere Abenteuer. Das Abenteuer der Gesellschaft und ihr Wandel.

Meine Meinung, dass wir am Beginn eines großen Wandlungsprozesses stehen, habe ich hier in diesem Blog schon öfters vertreten. Wenn man nun diesbezüglich beraten will, braucht man eine gewisse Zukunftskompetenz, die man sich erarbeiten muss. Wie vielleicht viele der Leser wissen, kann man nur in die Zukunft blicken wenn man sich systemisch mit Entwicklung beschäftigt. Ohne zu wissen wie die Wirtschaftsprognosen von WIFO & Co genau erstellt werden,  behaupte ich ganz frech, dass diese Institutionen keine Zukunftskompetenz besitzen und sich nicht systemisch mit der Zukunft auseinandersetzen. Sie haben den Einbruch von 2008 nicht vorhergesehen (zumindest nicht öffentlich) und werden die kommenden Miserien auch nicht korrekt prognostizieren – wahrscheinlich schon deshalb weil sie eine meinungsbildende Funktion haben und nicht schlechte Stimmung verbreiten dürfen.

Um meine Kritik etwas zu entschärfen und zu relativieren, ich kann die BIP-Wachstumsraten für 2011 auch nicht prognostizieren. Ehrlich gesagt, kann das wahrscheinlich niemand. Was mir jedoch viel wichtiger scheint, ist den Blick auf längere Fristen zu werfen und längerfristig lassen sich gewisse Trends ganz klar ausmachen – wenn man hinsehen will. Wann diese Trends  welche Bereiche der Gesellschaft treffen, kann natürlich niemand exakt vorhersagen. Mir geht es aber darum, nicht mit Scheuklappen unterwegs zu sein und anderen Menschen die Augen für diverse Entwicklungen zu öffnen.

Dies geht nur wenn man sich nicht an Details (wirtschaftliche Indikatoren) orientiert, sondern lernt die Gesellschaft zu verstehen.  Komplexe Systeme haben meist ein paar wenige Schlüsselvariablen die man im Auge behalten muss. Hat man diese systemisch herausgearbeitet und ihr Zusammenspiel verstanden, kann man anfangen mit Zukunft umzugehen und ein klein wenig in die Zukunft zu blicken. Dieses Verständnis zu erarbeiten, dazu hat mein Studium den Anfang geliefert, durch praktische Erfahrung und Studium der unterschiedlichsten Literatur habe ich mich weiterentwickelt und  Kompetenz aufgebaut von der meine Umwelt profitieren kann. Auf ein paar dieser Bücher möchte ich in meinem “Literaturverzeichnis” hinweisen. Viel Spaß beim Schmökern!

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Kommunikation – was bringts?

Angeregt durch einen Artikel von Hannes Offenbacher schreibe ich diese Zeilen zum Thema Kommunikation. Hannes umreißt in seinem Text die Problematik der digitalen Informationsflut (Facebook, Twitter, RSS und CO). Wie sei mit diesem Thema umzugehen und rauben uns diese modernen Anwendungen nicht viel Zeit und liefern wenig Nutzen!? Das Produktivitätsparadoxon sollte darüber Aufschluss liefern. Es attestiert Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnologie auf der einen und Produktivität auf unternehmersicher Ebene auf der anderen Seite keinen positiven Zusammenhang. Dies gilt besonders für Dienstleistungsunternehmen. Die Wahrnehmung, dass die soben skizzierten Anwendungen uns Zeit rauben scheint also nicht zu trügen. Die Frage wie damit umzugehen sein, ist eine, die jeder für sich beantworten muss. Ich habe auch keine allgmein gültige Lösung dafür. Viel interessanter ist aus meiner Sicht jedoch, was hinter diesen Kommunikationsanwendungen wie Facebook usw. steckt!? Wozu sind sie eigentlich da? Aus evolutionärer Perspektive. Ist Kommunikation via Twitter oder Facebook alles nur Zeitvertreib? Alles sinnloses Geschwätz ohne Nutzen?

Dafür müssen wir – wie immer wenn es darum geht Detailprobleme zu verstehen – einen Schritt zurück treten und das Thema aus der Ferne betrachten.

1. Gesellschaft besteht aus Kommunikation. Das bedeutet, worüber nicht kommuniziert wird, das existiert in der Gesellschaft nicht. Solange z.B. über Umweltprobleme nicht gesprochen wird, existieren diese gesellschaftlich betrachtet nicht. Kommunikation formt unsere Gesellschaft, unsere Strukturen.

2. Biologische Systeme – dazu zählt der Mensch schließlich auch – entwickeln sich durch Kooperation, Kommunikation und Kreativität weiter.

3. Aufbauend auf (2) ist leicht verständlich, dass Kommunikationsrevolutionen (Sprache, Schrift, Buchdruck, Telefon…) immer mit gesellschaftlichen Entwicklungsschritten verbunden sind und waren.

4. Bei der Entwicklung eines Instruments (z.B. Schrift oder Internet) liefert die Evolution zunächst meist vorläufige Funktionen. Die endgültigen bzw. dominierenden Funktionen entwickeln sich erst mit der Zeit; z.B. war die Schrift zunächst nicht für die eigentliche Kommunikation gedacht, sondern als Gedächtnisstütze für Boten, die ihre Botschaft dann mündlich vortrugen.

5. Neue Instrumente brauchen Zeit bis sich die Auswirkungen in der Gesellschaft zeigen.

Aus den Punkten 1-5 erschließt sich meiner Meinung nach die Bedeutung der internetgestützten Kommunikationsanwendungen in zarten Zügen. Diese Form der Kommunikation wird die gesellschaftliche Entwicklung enorm prägen. Durch das nun jederzeit verfügbare Wissen und die “online-live-Verbindung” mit allen Katastrophen dieser Erde, wird sich unsere Gesellschaft stark verändern. Ich gehe davon aus, dass das Internet seine finale Funktion bzw. all seine Möglichkeiten und Optionen noch lange nicht offengelegt hat. Im Moment kämpfen wir noch mit einer Informationsflut – immer in der Sorge etwas zu verpassen, etwas nicht zu wissen. Doch mit der Zeit wird sich diese Entwicklung einpendeln und das Internet wird seine finale Funktion erhalten. Vielleicht ist die kommende Wirtschaftslogik auf ebendiese Funktionsform angewiesen? Ein kurzer Gedanke: Geleichberechtigte Abstimmung von vielen Einzelinteressen bzw. Einzelbedürfnissen?

“Wir” werden uns ändern, unser Bewusstsein wird sich ändern – nicht zuletzt duch die Informationsflut (durchaus positiv gemeint) aus dem Internet. Abschließend zu diesem Thema möchte ich einen gewissen Herrn Russell zu Wort kommen lassen:

Der primäre Sprung innerhalb der menschlichen Evolution sind nicht die Computer oder die Genwissenschaften, sondern das Bewusstsein, die Evolution des Bewusstseins. Die Veränderungen die diese Entwicklungen mit sich bringen, werden so bedeutend sein, dass ihre tatsächliche Auswirkung sehr wohl jenseits unserer Vorstellungskraft liegt. Wir werden uns nicht mehr als isolierte Einzelmenschen betrachten; wir werden wissen, dass wir Teil eines extrem schnell integrierenden globalen Netzwerkes sind, die Nevenzellen eines erwachten globalen Gehirns.

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Aus dem Alltag

Zwischendurch – für Interessierte -  ein paar Einblicke in meine Arbeitswelt:

Der Outdoorpark Oberdrautal macht nach 2 Jahren Vorbereitung nun erste Schritte. Der unermüdlichen Arbeit von Eckart Mandler ist es zu verdanken, dass der Outdoorpark mittlerweile auf ein sehr professionelles Niveau gehoben worden ist und den Vergleich mit anderen Destinationen nicht scheuen muss.  Markenbildung bzw. -profilierung durchgeführt, Besucherleitsystem im Internet und der Natur umgesetzt, Profilierung durch den Kanutourismus aufgesetzt, top aktuelle Informationsmedien produziert, Urlauberpackages zusammengestellt, um nur einige wenige Schritte aufzuzählen. Von null auf 100 in nur 2 Jahren. Ich durfte diesen Prozess miterleben, mitgestalten.  Ich hoffe auf eine erfolgreiche Saison 2010.

In Osttirol sind “meine” Projekte noch nicht so weit. Der Wandertourismus in Osttirol benötigt dringend ein Leitprodukt, bis dato scheiterte die Umsetzung des Weitwanderprojekts Osttirol 360 an fehlenden Mitteln und fehlendem Engagement. Große Freunde hingegen bereitete mir die Projekteinreichung gemeinsam mit Georg Mattersberger für den Ideenwettbewerb Habitas. Innovative Projekte mit Wertschöpfungseffekten und Imagekraft werden für die Nationalparkregion in Osttirol gesucht. Bin schon gespannt ob unserer Einreichung Anklang findet (ich werde berichten).

Dann bleibt noch ein dritter und nicht unwesentlicher Teil: die Zukunft!  Zwischen Klimawandel, drohender Ressourcenknappheit, Finanzkrise und Krise am Arbeitsmarkt tut die hohe Politik noch immer so, als wäre nichts und als könnten wird weiter machen wie bisher. Niemand will oder kann verstehen, dass wir am Beginn eines großen Wandels stehen. Wer regelmäßig hier mitliest, dem wird meine Meinung nicht neu sein. Nachdem von “oben” Funkstille herrscht und die Staatenlenker wirken als wären sie Marionetten “fremder Mächte”, gilt es einen kritischen zivilgesellschaftlichen Prozess zu stärken. Mein unmittelbarer Beitrag liegt zunächst in einem Workshop in Lienz (”Warum Bäume nicht in den Himmel wachsen”, 28.5.2010, Bildungshaus Lienz). Der Workshop zeigt auf, dass wir es mit einer systemischen Krise zu tun haben, die nicht mit Konjunkturpakten bekämpft werden kann. Einen Schritt weiter soll mein Engagement dann etwas später reichen.  Als ausgebildeter Transition Trainer möchte ich den Schritt versuchen, “interessierte und wache Menschen” in Lienz zum Thema “Lienz im Wandel” zu bündeln. Mehr dazu später.

Bevor es mit Lienz im Wandel aber losgehen kann, werden noch Stärken gestärkt! Lakehopping in meiner schönen Kärtner Heimat steht auf dem Programm. Systemorientierte Persönlichkeitsentwicklung als Outdoorerlebnis. Ich bin gespannt.

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Leadership

Ein kurzes Video, welches ich auf der Seite von Rob Hopkins gefunden habe. Es geht um Führerschaft…klingt komisch…ich verwende doch den englischen Begriff. Also “leadership” ist das Thema. 3 kurzweilige Minuten die sich auszahlen.

Das Resumee: Es ist nicht der “leader” alleine der für seinen Erfolg verantwortlich ist. Große Bedeutung haben die ersten Gefährten des Führers. Sie sind die mutigen die einer neuen Idee folgen und die Idee weiter verbreiten und im Idealfall zum “Flächenbrand” werden lassen.

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Nachhaltigkeit visualisieren

Ein kurzes Video, welches wieder einmal die “Weisheit der Vielen” belegt. Nachhaltigkeit in all ihren Facetten visualisiert!

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