Archiv für die Kategorie „Vision & Bewusstsein“

Vision & Bewusstsein & ein Video

Eigentlich wollte ich heute die positive und attraktive Seite unserer Zukunft präsentieren. Denn wer einen Wandlungsprozess inizieren will, der muss ein attraktives Ziel verkaufen. Zu lange wurde nur mit dem Zeigefinger auf falsches Verhalten hin gedeutet.  Dass sämtliche Umweltschutzgruppen damit nur mäßig erfolgreich waren, ist bekannt.

Dazu eine Parallele aus dem Alltag: Essen ist eine der schönsten Beschäftigungen der Welt – zumindest für mich. Übergewicht ist bei übermäßigem Genuss oft die Folge. Was bewegt einen Menschen nun dazu,weniger oft dem Genuss zu fröhnen? Der Zeigefinger des Lebenspartners, oder doch eine attraktivere Figur, bessere Gesundheit und höhere Leistungsfähigkeit die in Aussicht stehen?

Bevor man aber dieses neue gesunde Leben anstreben kann, muss man  realisieren, dass man im Moment auf ungesunden Pfaden wandelt, dass man ein Problem hat.  Es gilt Bewusstsein für ein Problem zu schaffen. In diesem Zusammenhang ist auch das Video von Dennis Meadows zu verstehen.

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Die Kraft der Vision – Tom Atlee

Begeistert von seinen Worten, hab ich sofort den Computer gestartet, um diese seine Worte mit meinen Lesern zu teilen:

Tom Atlee – http://www.co-intelligence.org/:

Ich bin also zu der Einsicht gekommen, dass alle Voraussagen  – seien es gute, seien es schlimme – uns absolut nichts darüber sagen, was möglich ist. Trends und Ereignisse beziehen sich nur auf das, was wahrscheinlich ist. Wahrscheinlichkeiten sind Abstraktionen. Möglichkeiten sind der Stoff des Lebens, Visionen, nach denen man handeln, Türen, durch die man gehen kann. Pessimismus und Optimismus lenken nru davon ab, das Leben voll auszuschöpfen.

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Neues Denken

In der letzten Ausgabe (1/10) der Zeitschrift Organisationsentwicklung (Zeitschrift für Unternehmensentwicklung und Change Management) war ein interessantes Interview mit Dr. Peter Senge zu lesen. In seiner weltweiten Lehrtätigkeit übersetzt er die “abstrakten” Konzepte der Systemtheorie in konkrete Werkzeuge für wirtschaftliche und organisatorische Veränderung.

Nachstehend möchte ich ein paar Zitate aus diesem Text anführen:

Alle Nachhaltigkeitsprobleme entstammen der gleichen Quelle: Wir wissen nicht, wie wir das gesamte System wahrnehmen können.

Firmen mit einer größeren systemischen Sichtweise profitieren von der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern.

Die Fähigkeit zu echter Zusammenarbeit zu entwickeln ist harte Arbeit.

Senge definiert langfristiges und systemisches denken als Erfolgsfaktor für die Zukunft.

Jeder Punkt stellt einen Mensch und sein Denkmuster in Raum&Zeit dar.

Jeder Punkt stellt einen Mensch und sein Denkmuster in Raum&Zeit dar.

Ein fiktives Beispiel aus der Praxis soll diese Zitate etwas erhellen: Ein Hotelier aus dem Tiroler Zillertal entdeckt die günstigen Flugpreise von London nach Innsbruck bzw. München für sich. Seine Frau ist Engländerin, kennt die Ansprüche der Briten, spricht die Sprache der “Inselbewohner” und hat hervorragende Kontakte in ihre alte Heimat. Was liegt näher, als sich als Hotel auf Gäste aus England zu spezialisieren.  Die ersten 3 Jahre läuft alles bestens. Doch dann die “Katastrophe”. Der Pfund wird abgewertet und der Ölpreis steigt. Innerhalb weniger Monate kann der Urlaub in Österreich unerschwinglich werden. Die Engländer bleiben aus und seine alten Stammgäste hat er mittlerweile verloren, da er sich massiv auf sein Zielpublikum (Engländer) fokussiert hat. Was ich hier nur kurz umrissen habe ist ein Beispiel, wie es eventuell diesen Winter irgendwo im Alpenraum schon geschehen ist. Der Hotelier hat kurzfristig mit ein paar wenigen Variablen (Kontakt nach England, günstige Flugpreise…) überlegt und sich kein großes Bild gemacht. Er hat sein System viel zu eng abgesteckt. Er hat nicht global gedacht.

Doch genau in diesen globalen Faktoren (Finanzmärkte, Ölpreis, CO2-Debatte usw.) liegen die Faktoren, die unser zukünftiges Handeln massiv beeinflussen werden. Als wirtschaftende Akteure müssen wir den Schwenk vom lokalen kurzfristigen Denken zu einem gloablen langfristigen Denken schaffen. Dieser “Shift” in der Denkweise stellt für Prof. Senge die größte Innovationsherausforderung mit der die Menschheit je konfrontiert war, dar.

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Ist es denkbar

Zweimal durchatmen, Kopf frei machen und lesen:

Ist es denkbar, fragt ich mich, etwas zu entwickeln, das all das, was die moderne Kultur geopfert und verloren hat – von der Religion über die Familie bis zur Dorfgemeinschaft – wettmacht? Ist es denkbar, unsere Technologien – die ja brillant sind – nicht mehr dazu zu benützen, um Meere leerzufischen und Treibhausgase zu produzieren, sondern dazu, den Menschen jene Arbeit abzunehmen, die sie verkrüppelt und ihnen den Geist austreibt? Ist es vorstellbar, den Menschen zu einem viel größeren Maß bisher die Möglichkeit zu geben, sich die entscheidenden Fragen zu stellen: Was ist es, das ich auf dieser Erde will.

Diese Zeilen stammen aus dem Artikel von Frithjof Bergmann “Die Neue Arbeit: Auf dem Weg zu einer Kultur ohne Wachstumszwang”.  Mehr ist an dieser Stelle glaube ich nicht zu sagen. Einzig vielleicht noch: Wenn wir zukünftig als Gesellschaft  erfolgreich (=lebensfähig)  sein wollen, müssen wir unsere Scheuklappen abnehmen und Neues denken.

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Vom Haben zum Sein

Unsere Gesellschaft befindet sich in einem ausgeprägten Umbruch, daran gibt es nichts zu rütteln. Gesellschaftlicher Wandel ist nicht leicht wahrnehmbar. Nur 1 bis 2 Prozent pro Jahr ändern sich die unterschiedlichen Indikatoren die den Wandel anzeigen. Im Laufe der Zeit ergibt sich daraus jedoch eine erhebliche Summe.

Die absolute Ruhe! von http://fotowettbewerb.hispeed.ch

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Wir bewegen uns vom “Haben zum Sein”. Der Postmaterialismus klopft an, der Lifestyle of Health and Sustainability (LOHAS) führt uns das vor Augen.

Lohas sind intensive Leser und kaufen mehr Bücher als durchschnittliche Amerikaner. Sie sehen weniger fern, weil sie die meisten TV-Sendungen nicht mögen und die Qualität der Nachrichtensendungen für bedenklich ahlten…In dem Streben nach Authentizität lehnen sie schlechte Qualität und Wegwerartikel ebenso ab wie Markenwahn! [Paul Ray, amerikanischer Soziologe].

LOHAS sind die Vorboten des Wechsels vom “Haben zum Sein”.  Der neue Luxus manifestiert sich in Zeit, Ruhe, Gesundheit, Sicherheit,  intakter Natur und SINN. Lesehotels, Volunteering, Urlaub am Bauernhof, Bildungsurlaub sind nur einige Stichworte an denen die Entwicklung vom Haben zum Sein ablesbar ist. Das Erleben, ist eine Form des Seins.  Erlebnisse finden im Kopf statt, was bedeutet, dass das Geschichtenerzählen keine Einbahnkommunikation ist. Der Rezipient (Gast, Urlauber) nimmt Informationen der Geschichte auf und interpretiert sie nach seinem persönlichen Hintergrund. Genau deshalb ist es so wichtig, dass wir im Tourismus wissen, wer unsere Gäste sind.  Das Erlebnis ist das Besondere, das Außergewöhnliche. Danach suchen alle, auch die LOHAS. Dabei ist die Masse verpönt und das Individuelle gefragt.

Die ganze Reichweite der sich anbahnenden Veränderungen vom Haben zum Sein können wir noch nicht in seiner Gesamtheit begreifen. Das ist auch nicht notwendig. Fest steht, es wird Gewinner und Verlierer geben und Wege entstehen im Gehen.

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