Tag: Kooperation

Zukunftsfähig ist deshalb, was zum Plussummenspiel bereit ist!

Aus Hans-Peter Dürr seinem Werk “Warum es ums Ganze geht”:

“Zukunftsfähig ist [deshalb], der [im Original "was"] zum Plussummenspiel bereit ist, der [im Original "was"] im anderen, dem Mitmenschen, der Mitnatur, vornehmlich den Mitspieler und nicht den Gegenspieler sieht.”

“Nachhaltigkeit wird also nicht in der genauen Befolgung ganz bestimmter Rezepte erreicht, sondern durch eine offene, aufmerksame, umsichtige, flexible, kreative, einfühlende und liebende Lebenseinstellung.”

 

 



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Zukunftsraum

… steht für

  • Ganzheitlichkeit
  • Innovation
  • Bewusstsein
  • Transparenz
  • Kooperation
  • Begeisterung
  • Verantwortung

 



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Der Faktor Mensch

In diesem Blog habe ich schon öfters über die Sinngesellschaft gesprochen. Heute möchte ich dieses Thema etwas vertiefen und andeuten, was das Schlagwort “Sinngesellschaft” konkret für den Tourismus bedeutet.

Auf Sinnsuche! Quelle: http://www.studte-cartoon.de/

Auf Sinnsuche! Quelle: http://www.studte-cartoon.de/

Zunächst, worin liegt denn der Sinn der Wirtschaft und der Arbeit? Heute muss man sagen, der Sinn der Wirtschaft liegt in einem möglichst hohen Gewinn und Einkommen. Doch das ist nur die Fassade der Wirtschaft. Der eigentliche Sinn und Zweck des Wirtschaftens sollte es sein, dem Mensch ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Davon sind wir aber weit entfernt. Wenn wir für ein angenehmers Leben arbeiten würden, dann hätten wir schon längst die Reißleinen ziehen müssen. Der Stress und Druck in der Arbeitswelt erhöht sich jedoch ständig, Produktivitätssteigerung ist gefragt. Die aktuelle Strukturkrise verschärft diese Situation  zusehens. Der Sinn der Arbeit und des Wirtschaftens ist für die Masse verloren gegangen. Der Begriff Erwerbsarbeit trifft diesbezüglich den Nagel auf den Kopf. Wir arbeiten nicht aus Überzeugung und Freude  sondern zusehends, um uns finanziell über Wasser zu halten.

Die Menschen sehnen sich vermehrt danach, etwas sinnvolles zu tun. Nicht nur in der Arbeit sondern auch im Urlaub. Und hier kommt der Mensch ins Spiel. “Wir” brauchen künftig keine Investitionen in die “Superriesenrutsche”. WAs “wir” brauchen sind engagierte Tourismusakteure, die ihren Gästen ein sinnstiftendes Programm bieten können. Es geht um die Vernetzung lokaler Angebotsträger. Dabei sind nicht nur die herkömmlichen Tourismusdienstleister gefragt. Handwerker, Bildungseinrichtung, soziale Dienstleister, Bauern usw., sie alle sind die Bestandteile künftiger Angebote. Dabei steht der Mensch im Mittelpunkt. Denn Sinn entsteht zumeist aus der Kooperation, der Zusammenarbeit, dem Kontakt mit Menschen. Gutes zu tun, erfüllt den Mensch. Genau danach suchen wir.

Roland Gaßner vom GfK befindet, dass die Menschen zum Teil schon urlaubsmüde sind. Sie sind abgestumpft, haben alles schon gesehen. Wenn Sie diese Menschen wieder zum Reisen animieren möchten, dann müssen Sie Ihnen das bieten, wonach Sie suchen: den Sinn. So “einfach” es ist einen Kredit für große Investitionen zu vergeben, so schwierig sind Maßnahmen, die auf der zwischenmenschlichen Ebene ansetzen. Ein Kredit hilft ihnen bei Zwischenmenschlichen Problemen kaum. Touristiker können die Verantwortung zukünftig nicht mehr auf Großprojekte abschieben. Jeder einzelne Unternehmer und TVB-Leiter ist gefragt, ein gemeinschaftliches Klima zu schaffen und in Kooperation zu investieren. Nur wenn man die Fähighkeiten mehrer Personen zusammenspannt wird es gelingen, dem Gast ein sinnstiftendes Angebot zu bieten.



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Osttirol: Auf der Suche nach Transparenz und Vertrauen

Gestern wurde mir die Ehre zu Teil, die Ergebnisse eines schulischen Projekts vor den Tourismusvertretern Osttirols zu präsentieren. Was im ersten Moment nicht spektakulär klingt, hatte dennoch eine gewisse Brisanz. Die von den Schülerinnen der HAK durchgeführte Vermieterbefragung (Tourismus) brachte Ergebnisse zu Tage, die für einige Diskussion sorgte. Inhaltlich möchte ich nicht näher auf Details eingehen. Kurz gefasst ging es um die überall bekannte Diskussion bzgl. der Allokation von Werbemittel und mangelnde Gelder für die Produktentwicklung (Link zur Präsentation). Dass die Diskussion aber im Fall von Osttirol berechtigt ist, zeigen die seit 1995 stagnierenden Nächtigungszahlen.

Die Botschaft der Osttirol Werbung

Die Botschaft der Osttirol Werbung

Was für zukunftsfähige Entwicklung bedeutend interessanter ist, war dem Wesen des Osttiroler Tourismus in Form von Organisation und Hierarchie nachzuspüren. Die Zukunft – das lehrt uns die moderne Evolutionsforschung – liegt in der Kooperation. Kooperation ist – laut Wikipedia -  für deren Dauer ein Zusammenschluss im Sinne von Systembildung. Unter Kooperation verstehe ich persönlich freiwillige Kooperation, die natürlich nur Zustande kommt, wenn beide Seiten von der Zusammenarbeit profitieren. Wenn ich von Kooperation spreche, dann geht es in erster Linie um synergetische Kooperation, eine Art von Zusammenarbeit in der Neues entstehen kann. Ein System – und damit Kooperation  – ist (wenn sie funktioniert) mehr als die Summe ihrer Teile.

Wie sieht das nun im (Osttiroler) Tourismus aus? Für mich als Quereinsteiger im Osttiroler Tourismus, war es interessant, die unterschiedlichen Hierarchien und Gruppen wahrzunehmen, zwischen denen eine Kooperation scheinbar nur bedingt stattfindet. Dabei wäre es verfehlt einer Seite schon im Vorhinein den Schwarzen Peter zuzuschieben. Klar ist, dass gerade der Tourismus als System funktionieren muss, wo ein Zahnrad in das andere greift. Erst das produktive Zusammenwirken unterschiedlicher Akteure bringt eine synergetische Kooperation hervor. Diesbzüglich sind flache Hierarchien besonders wichtig. Dazu müssen aber alle bereit sein. Mindestens so gefordert wie die Tourismusverbandsführung in solch einer Situation ist, sind auch die “einfache Mitglieder”. Von ihnen muss die Energie ausgehen, denn bei ihnen findet der Tourismus statt.  Der TVB ist im Gegenzug gefordert, flache Hierarchien zuzulassen, die Innovation begünstigen.

Schlussendlich bleibt aber alles graue Theorie, wenn es am Wesentlichen mangelt: An Vertrauen, Wertschätzung und Transparenz. Diese Kernpunkte herzustellen muss der erste Schritt für ein zukunftsfähige Entwicklung sein!



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Auf "Urlaub" wo die Zukunft beginnt

Die Großstadt und das Land, ein ewiges Spannungsverhältnis! Doch wie groß der Unterschied wirklich ist, wurde mir letztes Wochenende in Berlin wieder bewusst. Zwar lebte ich selber auch 6 Jahre in der Großstadt Wien, doch das ist nun auch schon etwas her und vielleicht sehe ich die Dinge jetzt auch mit anderen Augen. Die Dynamik einer Stadt ist beeindruckend. Wer sich auf die Suche nach unterschiedlichen Lebensstilen, Konsumgewohnheiten und Kulturen macht, ist in Berlin sicherlich gut aufgehoben. [ Natürlich braucht man dazu auch eine "fach- und ortskundige" Führung. - danke Birigt]

Urlaub in Berlin, Urlaub am Tor in die Zukunft

Jeder der im Tourismus arbeitet, sollte sich das Lebensumfeld seiner Kunden einmal genauer ansehen. Von all den “beschworenen” Trends (vgl. LOHAS) sieht man ja am Land recht wenig. Was sich aber in Städten wie Berlin an Unternehmergeist und sozialem Unternehmertum abspielt ist beeindruckend. Hier beginnt gerade die Zukunft. Der Kapitalismus wie wir ihn kennen ist ein Auslaufmodell. Das wird unseren Alltag massiv umkrempeln, der Tourismus von Morgen wird ganz anders gelagert sein als heute. Die LOHAS zeigen dies schon an. Sie tragen schon einen Teil des “neuen” Erbguts in sich. Die Zukunft gehört den Commons, der Zusammenarbeit. Mittel bis langfristig gibt es kein Spiel mehr zwischen Kapitalismus und Kommunismus. Es wird kein schwarz/weiß – Denken mehr geben! Wir malen uns die Zukunft immer ähnlich der aktuellen Situation aus. Was wir nicht kennen, lehnen wir an unsere Erfahrungswelt an. Ein gutes Beispiel dafür ist die Darstellung von Außerirdischen, die immer menschenähnlich abgebildet werden.

Zurück in die Großstadt. Neue Trends und Entwicklungen entspringen immer in den Städten, in den Urlaubsdestinationen ist davon zunächst nicht viel zu sehen. Dies gilt auch für den anstehenden Strukturwandel weg von der Konkurrenz hin zur Kooperation. Der Wechsel wird nicht schmerzlos ablaufen, doch es liegt in der Hand jedes einzelnen Mut, Engagement und Bereitschaft zu zeigen den Wandel aktiv anzugehen.



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