Tag: Krise

Designen wir uns unsere Zukunft

September 2012 und die Welt ist noch nicht untergegangen. Naja, wir haben ja noch 3 1/2 Monate in denen sich die wildesten Prophezeihungen bewahrheiten können. In der Zwischenzeit drehen sich sämtliche Karusselle munter weiter. EZB und FED pumpen Geld in die Märkte, um dem lustigen Treiben den Boden zu stärken. Wenn da nicht die Krise der europäische Peripherie wäre…hmm der arabische Raum, achja China & Japan streiten sich mittlerweile auch, die Massenarmut in den USA wird geschickt verdeckt…naja ein bisschen Krise gibt es ja wohl. Genug der launischen Worte, jeder klar denkende Mensch sieht die Krise(n), Zugang zu Lösungen findet kaum jemand.

Auch wenn TINA nur eine Abkürzung ist, ist es für mich das Unwort des Jahres. There is no alternative. Das klingt nach Ausweglosigkeit, nach Ideenlosigkeit, nach Endgültigkeit. Und genau darauf steuern wir zu, auf Endgültigkeit. Mit “more of the same” und “weiter wie bisher” fahren wir den Karren profund an die Wand. Wer sich mit adaptiven Zykeln beschäftigt, weiß ich welcher Phase wir uns befinden, oben rechts – Konservation: Waiting for an accident to happen! Da kann dann alles sehr schnell gehen, wenn ein System oberflächlich mit den immer gleichen Maßnahmen am Leben erhalten wird, im Inneren aber schon morsch und faul ist. TINA bewirkt genau das, oberflächliche Konservierung.

Muss uns das Sorgen machen!? Nun ja. Nach der Konservierung kommt in der Theorie der adaptiven Zyklen die Auflösung und die Neuorganisation. Die Frage die sich stellt ist, wie können wir die Auflösung möglichst ohne großen Schmerz bewerkstelligen und wie rasch können wir uns als Gesellschaft neu organisieren unsere Systeme neu designen. Das ist der Knackpunkt. Weil “there is an alternative”.

design is ...

Gedanken wie die Systeme zu designen sind und welche Technologien anzuwenden sind, möchte ich beim nächsten Mal anbieten. An dieser Stelle möchte ich einen theoretischen Impuls geben:

Strukturen sind Zweck, der durch Design ausgedrückt wird.

Das bedeutet, die Welt mit ihren Strukturen  dient  einem Zweck. Dieser Zweck ist unsere gesellschaftliche Wahl. Wir – oder einige wenige von uns – legen den Zweck fest. Der Zweck kann die Optimierung des Gemeinwohls, die Maximierung des individuellen Finanzgewinns, oder etwas ganz was anderes sein. Das ist unsere Wahl. Um diesen Zweck zu entsprechen werden in der Folge Instumente und Institutionen designed und geschaffen.  Sind diese Institutionen einmal geschaffen werden sie zur Kraft, die das kollektive Verhalten zahlloser Individuen steuert. Das gilt für die unterschiedlichsten Ebenen. Für unser Wirtschaftssystem als Gesamtes, oder auch für einzelne Unternehmen.”Schlecht ” designte Institutionen und “schlechte” Anreizsysteme  führen zu, “schlechtem” Verhalten.

Zum Abschluss noch eine gedankliche Anregung. Akutell ist der Zweck der meisten Firmen die Maximierung des Unternehmensgewinns. Dementsprechend agieren besonders große Konzerne. Was würde aber geschehen (und dies passiert schon in einigen Unternehmen) wenn das Unternehmen sich auf einen ganz spezfischen Zweck besinnen würde, der die Lebendigkeit des gesamten – ihn umgebenden – Systems erhöht. Wenn der Shareholder-Value vom Stakeholder-Value abgelöst werden würde. Wie müssten Unternehmen designed werden, bzw. welche Spielregeln könnte sich ein Unternehmen geben, um sich nicht an der Maximierung des Finanzgewinns zu orientieren, sondern an der best möglichen Leistung für ihr Umfeld?

Siehe auch: Enterprise 2.0, Es wird kommen – das Feuerwerk an Innovationen



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Evolutionäre Erneuerung?

Erneuerung ist ein “Grundgesetz” in der Natur. Wer sich diesem widersetzt, steht auf der evolutionären Abschussliste. Als Gesellschaft sind wir bereits am besten Weg, auf die Liste aufgenommen zu werden. Seit 2008 kann man sehr gut beobachten, wie Finanz- und Wirtschaftskrise erfolglos bekämpft werden. “Wir” versuchen einen “status quo” zu bewahren und scheuen uns vor neuen Strukturen, neuen Regeln. Ernsthafte Erneuerung sucht man in diesem Bewahrungsprozess vergeblich. Ein paar Gedanken zu diesem Thema finden Sie in meinem ersten Essay (3 Seiten).



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Bilder sagen mehr als Worte

Letzte Woche war ich eingeladen zu einem Stakeholder Dialog zum Thema „Resilienz in Unternehmen“ als Vorbereitung für den Kongresses www.wachstumimwandel.at im kommenden Oktober. Im Gespräch wurde mir wiedereinmal bewusst, wie unterschiedlich die Situationswahrnehmungen unserer aktuellen Wirtschafts- und Gesellschaftslage sind. Nicht bezogen auf die beim Dialog anwesenden Personen, sondern auf deren Erzählungen über andere Kompetenz- und Entscheidungsträger. Dies hat mich dazu animiert, wieder einmal auf die Suche nach „Bildern“ zu gehen. Bilder sagen nämlich mehr als Worte.

 

Exponentielles Wachstum der Schulden, die Krise im Finanzsystem | Quelle: www.querschuesse.de

 

 

Crude Oil und Preise

Fördermenge von Crude Oil ("billiges Erdöl") stagniert. Die Preisentwicklung spricht für sich! Volatilität an den Märkten ist vorprogrammiert! | Quelle: http://ourfiniteworld.com/

 

Banken punkern Geld bei der EZB, die Geldspritzen erreichen die Realwirtschaft nicht. | Quelle: www.querschuessse.de

 

 

Arbeitsfähige über 16 Jahre, die dem ARbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. | Quelle: www.querschuesse.de

 

Arbeitslosigkeit in der Eurozone | Quelle: http://earlywarn.blogspot.com

 

Quelle: www.querschuesse.de

 

Quelle: www.querschuesse.de

 

Bezieher von Lebensmittelmarken in den USA | Quelle: www.querschuesse.de

 

Jedes Bild für sich hat schon eine große Aussagekraft. Spannend wird es, wenn man die Aussage der Bilder auch noch kombiniert. Stagnierende Erdölförderung, massive Geldmengenausweitung und damit einhergehende Verschuldung, Rückgang im Konsum, steigende Arbeitslosigkeit, untragbare Jungendarbeitslosigkeit. An dieser Stelle fehlen noch die öklogischen Daten zum Zustand unserer Erde, Klimadaten, Wasserknappheit udgl. . All diese Punkte hängen miteinander zusammen. Aus der gedanklichen Kombination der Daten und Bilder wird ersichtlich, dass nicht einzelne Werte unseres Patienten nicht in Ordung sind, sondern dass der Patient ernsthaft und schwerwiegend erkrankt ist.

Große Störungen kommen immer mit Ankündigung. Nie aus heiterem HImmel. Es stellt sich lediglich die Frage, ob wir die Warnzeichen sehen wollen und können bzw. auch bereit sind, diese emotional zu verarbeiten, so dass wir handlungsfähig werden. Dazu (m)ein Tipp



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