Tag: los lassen

Propheten unserer eigenen Zukunft!

Das Kaninchen und die Schlange

Diejenigen von euch die meinen Blog öfters lesen, wissen wahrscheinlich über Peak Oil, Klimawandel und die strukturelle Krise unseres Finanzsystems Bescheid. Mit Verlaub, man muss heute schon sehr blind und arrogant sein, um zu glauben, dass business as usual uns in eine glückliche Zukunft führt. Ich behaupte, dass es die meisten wissen oder zumindest spüren, sich aber unmächtig fühlen bzw. in “Zwängen” stecken und daher  mehr oder minder fröhlich alten Gewohnheiten frönen. Womit man nicht umgehen kann, das blendet man einfach aus, schwubbs ins Unbewusste, dort tut es dann nicht mehr weh. Starr wie das Kaninchen vor der Schlange verbleiben wir in alten Mustern. Wir sehen nicht wie wir mit den übermächtig anmutenden Herausforderungen umgehen sollen. Unser Fehler liegt darin, dass wir uns auf das Problem fokussieren und nicht auf eine mögliche Zukunft!

Propheten unserer eigenen Zukunft

Wenn wir uns nur auf das Lösen von Problemen konzentrieren, streben wir unbewusst nach einer Wiederherstellung des Zustandes, der vor dem Auftreten des Problems herrschte. Das sind Feuerwehrmaßnahmen ohne tiefgreifende Wirkung, ohne den Blick auf das Ganze, auf die Zusammenhänge.

Prophet der Zukunft

Die Königsweg zur Zukunftsfähigkeit liegt darin, dass wir die Perspektive ändern und nicht auf das Problem per se schauen, sondern die Aufmerksamkeit auf die sich ergebende Zukunftsmöglichkeit richten. Die meisten von uns sind stark mit der Vergangenheit verknüpft, mit ihrer Geschichte, mit dem was sie zu dem gemacht hat, was sie heute sind. Wenn wir uns im klassischen Reparaturmodus befinden, konzentrieren wir uns auf unsere Vergangenheit. Die Zukunft tut sich aber dann erst auf wenn wir:

a) loslassen lernen: Damit Neues in die Welt kommen kann muss zunächst etwas weichen –> Handlungs- und Denkmuster

b) uns mit der entstehenden Zukunft verbinden: Es geht um eine Verbindung mit dem Ganzen. Man sieht sich nicht mehr getrennt und isoliert sondern in Verbundenheit mit seiner Umwelt.

c) uns mit dem authentischen Selbst verbinden: es geht um das Öffnen unseres Willens. Nicht der Wille im Sinne von Willenskraft etwas durchzusetzen, sondern der Wille im Sinne meines authentischen Willens, der tief in mir schlummert.

Auch wenn es seltsam klingt, es geht darum die Zukunft zu erspüren. Das ist wirklich ein Königsweg, der nicht von Beratern und Dienstleistern alleine beschritten werden kann. Der “Kunde” ist in diesem Fall tatsächlich der König. Nur er kann den Weg beschreiten. Der König wird erfolgreich sein, wenn er seine Aufmerksamkeit weg vom Problem hin zu sich sich selbst und dem Großen Ganzen lenken kann.

Um es abschließend einfach zusammenzufassen:Probleme lösen war gestern. In Zeiten großer struktureller Veränderungen funktioniert das Wiederherstellen des Zustandes, der vor dem Auftreten des Problems herrschte, nur mehr bedingt. Das scheinbar gelöste Problem wird durch die Hintertüre wieder hereinkommen. Heute, in einer Welt, die sich nicht mehr, wie in den letzten Jahrzehnten gewohnt, in die Zukunft extrapolieren lässt, zählen neue Fähigkeiten: das Denken in großen Zusammenhängen, das Mitfühlen mit unserer sozialen, ökonomischen und ökologischen  Umwelt und die Entwicklung einer authentischen Persönlichkeit. Aber wahrscheinlich ist das alles nichts Neues und war schon seit jeher das Geheimnis erfolgreicher Menschen.

 

 



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