Tag: Resilienz

Impulsvortrag & Diskussion “Das Unerwartete managen”

Leider haben sich für unser Seminar Das Unerwartete managen zu wenige Personen angemeldet. Da waren wir wohl etwas zu schnell unterwegs… etwas unerwartet ;-)

Flexibilität ist ein Kernelement wenn man mit der Ungewissheit tanzen will. Daher disponieren wir um und bieten einen Impulsvortrag zum Thema “Unerwartetes und Ungewissheiten managen”, sowie die Vorstellung eines Unternehmensassessments, mit dem die “Führungsqualitäten bei Ungewissheit” abgefragt werden können. Weiters gibt es Raum und Zeit die aktuelle Ungewissheit und die daraus erwachsenden Bedürfnisse der Teilnehmer gemeinsam zu reflektieren.

Der Termin bleibt der 23.5.2012, Beginn 9.00. Stattfinden wird die Veranstaltung im  Seminarraum der Firma Trinitec, Lakeside B04, 9020 Klagenfurt. Anmeldung unter office[ät]zukunftsraum.at oder unter 0664/4408011 (Michael Hohenwarter). Achtung nur 10 Plätze verfügbar. Keine Teilnahmegebühr.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!



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Bilder sagen mehr als Worte

Letzte Woche war ich eingeladen zu einem Stakeholder Dialog zum Thema „Resilienz in Unternehmen“ als Vorbereitung für den Kongresses www.wachstumimwandel.at im kommenden Oktober. Im Gespräch wurde mir wiedereinmal bewusst, wie unterschiedlich die Situationswahrnehmungen unserer aktuellen Wirtschafts- und Gesellschaftslage sind. Nicht bezogen auf die beim Dialog anwesenden Personen, sondern auf deren Erzählungen über andere Kompetenz- und Entscheidungsträger. Dies hat mich dazu animiert, wieder einmal auf die Suche nach „Bildern“ zu gehen. Bilder sagen nämlich mehr als Worte.

 

Exponentielles Wachstum der Schulden, die Krise im Finanzsystem | Quelle: www.querschuesse.de

 

 

Crude Oil und Preise

Fördermenge von Crude Oil ("billiges Erdöl") stagniert. Die Preisentwicklung spricht für sich! Volatilität an den Märkten ist vorprogrammiert! | Quelle: http://ourfiniteworld.com/

 

Banken punkern Geld bei der EZB, die Geldspritzen erreichen die Realwirtschaft nicht. | Quelle: www.querschuessse.de

 

 

Arbeitsfähige über 16 Jahre, die dem ARbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. | Quelle: www.querschuesse.de

 

Arbeitslosigkeit in der Eurozone | Quelle: http://earlywarn.blogspot.com

 

Quelle: www.querschuesse.de

 

Quelle: www.querschuesse.de

 

Bezieher von Lebensmittelmarken in den USA | Quelle: www.querschuesse.de

 

Jedes Bild für sich hat schon eine große Aussagekraft. Spannend wird es, wenn man die Aussage der Bilder auch noch kombiniert. Stagnierende Erdölförderung, massive Geldmengenausweitung und damit einhergehende Verschuldung, Rückgang im Konsum, steigende Arbeitslosigkeit, untragbare Jungendarbeitslosigkeit. An dieser Stelle fehlen noch die öklogischen Daten zum Zustand unserer Erde, Klimadaten, Wasserknappheit udgl. . All diese Punkte hängen miteinander zusammen. Aus der gedanklichen Kombination der Daten und Bilder wird ersichtlich, dass nicht einzelne Werte unseres Patienten nicht in Ordung sind, sondern dass der Patient ernsthaft und schwerwiegend erkrankt ist.

Große Störungen kommen immer mit Ankündigung. Nie aus heiterem HImmel. Es stellt sich lediglich die Frage, ob wir die Warnzeichen sehen wollen und können bzw. auch bereit sind, diese emotional zu verarbeiten, so dass wir handlungsfähig werden. Dazu (m)ein Tipp



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Tintentot für den „blinden Fleck“

Unlängst stieß ich wieder auf einen aus meinem Wortschatz schon lange entschwundenen Begriff, den Tintentot. Die „augenscheinliche“ Bedeutung des Wortes, die sich aus der Zusammensetzung von „Tinte“ und „tot“ ergibt, war mir eigentlich nie richtig bewusst. Das tut an dieser Stelle auch eigentlich nichts zur Sache, fest steht, dass mit dem Tintentot, Tintenflecken beseitigt werden. In diesem Artikel geht es natürlich nicht um Tinte, sondern um den Fleck der eigentlich gar nicht da ist, der „blinde Fleck“. Wie können wir mit diesem Fleck umgehen?

Der blinde Fleck entsteht aus Glaubenssätzen, aus Erwartungen. Wir glauben an gewisse Dinge, halten sie für wahr. Daraus entstehen Erwartungen an unsere Umwelt. Wir erwarten, wie jemand reagieren wird, was geschehen wird. Genau diese Erwartungen machen uns das Leben einfacher. Eigentlich ein Segen.

Unsere Erwartungen mögen sich zum überwiegenden Teil erfüllen, doch ereignen sich Tag täglich Dinge, die wir so nicht erwartete haben. Erwartungen erzeugen nämlich auch blinde Flecken, Bereiche, wo wir aufgrund unserer Erwartung nicht hin sehen können. Ein extremes Beispiel dafür mögen die amerikanischen Ureinwohner gewesen sein, welche die Schiffe von Kolumbus angeblich erst wahrnahmen, als die Soldaten schon beim Anlanden waren. Was es in ihrer Erfahrungswelt nicht gab, das konnten sie scheinbar auch nicht wahrnehmen.

Zurück in die 2010er Jahre. Das Problem mit den blinden Flecken ist, dass sie häufig kleinere Diskrepanzen verschleiern, die immer größer werden und sich zu großen Prüfungen mit lähmenden Folgen auswachsen können. Dies trifft auf die amerikanischen Ureinwohner genau so zu, wie auf die kollektive Nicht-Wahrnehmung unserer Finanzsystemkrise.
Wassertropfen

Auf der Suche nach dem „Tintentot“ für blinde Flecken, wird man beim Begriff der Achtsamkeit fündig. Das Bewusstsein für feine Unterschiede zu schärfen (= achtsam zu sein), ist der Schlüssel zum Erfolg. Denn, was passiert wenn wir nicht achtsam sind? Wie schon erwähnt, Erwartung lenken unsere Aufmerksamkeit auf bestimmte Merkmale von Ereignissen. Das bedeutet, dass sie beeinflussen was wir wahrnehmen, worüber wir nachdenken. Außerdem suchen wir aktiv nach Beweisen, die unsere Erwartungen bestätigen, und meiden Beweise, die unsere Annahmen widerlegen. Es kommt noch „schlimmer“. Je stärker wir unter Druck stehen, desto wahrscheinlicher wird es, dass wir intensiv nach bestätigenden Informationen suchen und alle Daten, die nicht zu unseren Erwartungen passen, ignorieren. Wir werden blind für die Realität.

Wer achtsam ist, nimmt die feinen Unterschiede wahr. Das gelingt nur wenn man nicht abgelenkt ist und mit Ruhe und in Kenntnis seiner Erwartungen Situationen und Dinge betrachten kann. Ist man abgelenkt, unter Stress und sich seiner  Erwartungen nicht bewusst, tritt meist die Situation ein, dass man Ereignisse assoziativ wahrnimmt. Das bedeutet, dass man den Augenblick (die Situation) anhand weniger Merkmale mit bereits bekannten Erfahrungen abgleicht und in abstrakte Schubladen und Kategorien einordnet. Dadurch geht die Wahrnehmung für die kleinen Unterschiede verloren. Dazu ein Beispiel: Schlechte volkswirtschaftliche Daten, können bei fehlender Achtsamkeit schnell als gewöhnliche konjunkturelle Schwankung abgetan werden. Vielfach im Mainstream im Jahr 2008 geschehen. Nur wenige hinterfragten bzw. hinterfragen, was eigentlich wirklich los ist.

Bei Achtsamkeit geht es um die Qualität der Aufmerksamkeit, diese zu steigern bedeutet,

  • zu entschleunigen,
  • Dinge ganzheitlich und im gegenwärtigen Augenblick (im Hier und Jetzt) zu betrachten,
  • unsere eigenen Erwartungen zu kennen, zu überprüfen, zu überarbeiten.

Gelingt es uns nicht achtsam zu sein, geschieht folgendes: „Wie von einer unsichtbaren Hand werden wir von unseren Erwartungen zu angenehmen Wahrnehmungen hingeführt, die uns in unseren Ahnungen bestätigen und von allen beunruhigenden Hinweisen ablenken, die etwas anderes besagen könnten.“

Buchtipp: Das Unerwartete Managen | Weick, Sutcliffe 2001

 



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Resilienz – das Unerwartete managen

Ende Mai planen Andera von sustainAK und ich einen Workshop zum Thema Resilienz in Unternehmen in Klagenfurt. Als “Appetizer” verlinke ich hier 2 Videos von Barbara Heitger, von der Heitger Consulting Group. Die 2 Videos dauern jeweils ca. 15 Minuten. Wen das Thema interessiert, bzw. wer schon immer wissen wollte, was sich hinter diesem Begriff verbirgt, dem kann ich die 2 Videos empfehlen. Kurzweilig, interessant, theoretisch und praxisbezogen zugleich.

Teil 1

Teil 2

Frohe Ostern!



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Energy Resilience Assessment

Seit 5 Uhr in der Früh bin ich auf den Beinen und noch nicht ganz am Ziel….der Weg ans Ziel der Träume [Lienz ;-) ] ist eben weit. Den Ausgangspunkt nahm meine Reise heute in Bristol (UK). Der Zweck meines Besuchs auf der Insel verbirgt sich hinter den 3 Buchstaben ERA (Energy Resilience Assessment). Wie resilient (widerstandsfähig) sind Unternehmen gegen steigende Energiepreise, die im Kontext von Peak Oil unausweichlich sind. Dabei geht es nicht darum Prozessoptimierung im Betrieb zu betreiben, sondern den Betrieb aus einer strategischen Perspektive zu betrachten.  Wie sieht es mit der Zulieferkette aus, woher kommen die Kunden, wie hoch ist der Energieverbrauch im Betrieb und last but not least, wie treffen steigende Tankrechnungen die Mitarbeiter.

Das Grundlegende am ERA ist, dass es nicht darum geht, Details herauszuarbeiten, sondern Verletzlichkeiten und “bottlenecks” aufzuzeigen. Man konzentriert sich auf die zentralen Prozesse, auf die zentralen Produkte. Geleitet wurde das Seminar von Fiona Ward und Graham Truscott, einem “Konvertierten”, der früher “global Head of Brand” für Rolls-Royce plc war.

Rolls-Royce

Rolls-Royce - wie alles begann

Das “Tool” ERA wartet nun auf Erprobung in Österreich. Wer also Lust und Interesse hat, seinen Betrieb einem “Assessment” zu unterziehen, um seine strategische Ausrichtung für die Zukunft festlegen zu können, möge sich melden.

Und jetzt ist die Batterie gleich leer und ich nur mehr 5km vor Lienz…22:25!



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