Artikel-Schlagworte: „Tourismus“

Gespräche sind Märkte

Web 2.0 ist in aller Munde. Ich will  an dieser Stelle nicht länger ausführen was man darunter versteht und wie es funktioniert. Wer mehr Infos braucht möge bitte folgenden Link verwenden.

Prinzipien des Web 2.0s - Wikipedia

Prinzipien des Web 2.0s - Wikipedia

Was ich an dieser Stelle herausstreichen möchte, ist die Stärke der Web 2.0 Idee – im besonderen die Elemente des Social-Webs.  Die Werteforschung lehrt uns, dass sich in Zeiten flacher gesellschaftlicher Hierarchien Lifestylegruppen herausbilden, die für den Mensch als Orientierungsrahmen dienen. Der Mensch ordnet sich (unbewusst) einer dieser Gruppen zu und orientiert sich an seiner Lifestylegruppe. Diese Gruppen organisieren sich und kommunizieren. Das Web 2.0 mit seinen Social Plattforms ist dafür das Medium. Was wird dort geredet, wer empfielt was, wo muss man hin. Genau dass passiert im Social Web.  Gespräche   finden statt, Meinungen werden ausgetauscht, Bewertungen durchgeführt. Es wird für Transparenz gesorgt.

Das Web 2.0 ist nichts anderes als eine Ausdehnung der Praktiken und Gespräche im Freundeskreis auf ein nationales oder sogar globales Niveau.

Bei Tourismuszukunft gibt es immer wieder gute Beiträge zu diesem Thema, so auch neulich >Link<.

Web 2.0 im Tourismus  stärkt die Transparenz, erhöht die  Glaubwürdigkeit von Tourismusdestinationen, Gäste werden zu Werbeträgern und Kundenbindungen können gestärkt werden. Das Zeitalter der Einbahnkommunikation in der Werbung ist Geschichte. Die Konsumenten sind reifer geworden. Sie organisieren und informieren sich auch ohne die klassische Werbung. Wem Vertrauen sie mehr, einem Hochglanzprospekt oder der Empfehlung eines Freundes?

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Gedanken zum Wintertourismus

Der Winter steht schon vor der Türe, Kunst- und Naturschnee scharren schon in den Startlöchern. Das Wetter bis zu den Weihnachtsfeiertagen wird die tourismuspolitischen Themen vorgeben. Denn bleiben Natur- und Kunstschnee aus, kommt wie das Amen im Gebet wieder die Diskussion um den Klimawandel und Alternativen im Wintertourismus auf.

So muss der Winter aussehen!

So muss der Winter aussehen!

Mit dem Schnee schmilzt  ein Teil des Alpen-USP formuliert Martin Lohmann treffend. Damit trifft er hinsichtlich des Wintertourismus in den Alpen den Nagel auf den Kopf. Wer fährt in die Alpen ohne Schnee? Die Gäste kommen zum Schifahren bzw. wegen dem Wintererlebnis. Sollte der Klimawandel wirklich so massiv zuschlagen, dass die Schneesicherheit unter 1500m nicht mehr gegeben ist und wir im Hochwinter mit einer grünen (0der braunen) Landschaft rechnen müssen, wo liegt dann das USP der Alpen? Wieso nicht in den Schwarzwald fahren, oder in die Bucklige Welt? Was zeichnet die Alpen dann noch aus?

Die klassischen Massenskiorte werden es zukünftig grundsätzlich schwer haben. Der Kunde wird anspruchsvoller und bewegt sich immer stärker vom “Haben zum Sein”. Er sucht dasIndivduelle, Besondere und Persönliche. Kleine Skidestinationen die sich geschickt positionieren, können die Gewinner werden. Große Skigebiete werden um Besucherfrequenzen kämpfen müssen, es wird ein hartes Wettrüsten kombiniert mit einem Preiskampf. Dieser Trend wird nun noch zusätzlich vom diffusen Klimawandel überlagert. Die Klimaentwicklung ist noch schwieriger einzuschätzen als die Werteentwicklung und somit die Nachfragetrends.  Die Nachfrageentwicklung ist bei stabilen wirtschaftlichen Verhältnissen noch vergleichsweise einfach vorherzusehen. Klimatische Entwicklungen zu prognostizieren bleibt ein äußerst vages Unterfangen. An ernsthaften Alternativen im Wintertourismus wird man daher voerst nicht arbeiten. Dafür sind die Klimaveränderungen für die Akteure zu unsicher und die Alternativen zu verschneiten Alpendörfern zu schwer vorstellbar.  Wellnessoasen und Gesundheitstourismus als Ersatz zum Skitourismus und Wintererlebnis? Das funktionieren auch außerhalb der Alpen, neues USP ist das keines.

Die wintertouristische Macht der Alpen ist in Gefahr. Der Wachstumstrend scheint im dem Lichte der Werteentwicklung, des Klimawandels, steigender Transport- & Energiekosten und nicht zuletzt auf Grund der Wirtschaftskrise seinen Aufwärtstrend nicht fortsetzen zu können.

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Was kann das sein…

Die Hochstadelalm im Oberdrautal zählt wohl zu den schönsten und urigsten Almen des Landes. Wahrscheinlich hat die schwierige Erreichbarkeit die Alm vor intensiv-touristischer Erschließung bewahrt. Um den Fortbestand und die sanfte Entwicklung der Alm als Tourismusziel zu forcieren, haben wir (Eckart Mandler, Otmar Lanzer und ich) uns auf den Weg gemacht um die Besonderheiten des Almareals aufzuspüren.

Am Weg zum “Grenzstein” – einem traumhaften Aussichtspunkt ins Lienzer Becken – kamen wir an einem unscheinbaren “Element” auf der Alm vorbei.

Inwertsetzung

Beim Hinweg hatten wir das “Etwas” gänzlich übersehen. Doch am Rückweg erblickte ich das “Ding”. Wahrscheinlich war es früher einmal ein Kalkbrennofen? oder etwas Ähnliches.  Dieses “Monument” erzählt eine Geschichte, es gibt der Alm und seiner Umgebung Bedeutung. Ein unscheinbares Element, das  – wenn wieder in Stand gesetzt – ein klassisches Beispiel für Inwertsetzung von Landschaftsräumen darstellen könnte. Plötzlich läuft die Geschichte von den Mühen des Alltagslebens der Senner und Hirten in unseren Köpfen. Wenn wir wissen, welchen Zweck der vermeintliche Kalkbrennofen  hatte und wie er bedient wurde, erkennen wir eine besondere Bedeutung in der Landschaft. Sie ist nicht mehr austauschbar!

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