Tag: transition

Komfortzone ahoi!

Spätestens seit den neuen Turbulenzen auf den Finanzmärkten und den dazu gehörigen politischen Äußerungen steigt – zumindest bei mir – das Unbehagen….und die Misere der Finanzmärkte ist nur eine von vielen (Energie, Klima, Soziales…). Die hohe Politik springt von einem Löscheinsatz zum nächsten, balanciert zwischen Begehrlichkeiten und scheitert völlig daran eine glaubwürdige Zukunftsvision aufzubauen.

Langsam aber sicher wird es immer augenscheinlicher, dass jeder von uns eine Verantwortung, nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Mitwelt trägt. Die Zeit wird reif, dass wir eigenständig Wege in die Zukunft suchen. Dass wir eine Vorstellung davon haben was wir eigentlich wollen und wie “es”  eigentlich sein könnte. Jeder von uns hat Gestaltungsspielraum, möge er auch auf den ersten Blick noch so klein wirken. Doch dieser persönliche Handlungs- und Gestaltungsspielraum haben einen Gegner: die Komfortzone!

Der Gegner ist wirklich heimtückisch, er versteckt sich oft im Unbewussten. Eine innerliche Stimme ruft uns zu, tun dies nicht, denk das nicht, träume jenes nicht. Die Stimme warnt uns davor der Kakophonie der Massenmedien zu widersprechen. Eigenständig zu denken und zu handeln. Dinge anders zu tun. Wir haben Angst die Komfortzone zu verlassen! Ich auch!

Doch nur weil es bis dato so war, muss es nicht für immer so sein. Menschen und Situationen können sich ändern. Die Veränderung von der ich rede ist keine Revolution im klassischen Sinne, kein “Aufbegeheren”. Es geht darum konstruktiv zu sein, zu transformieren. Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten und Bedürfnisse, am besten in Gruppen und nicht alleine. Wenn dich das Abenteuer Verantwortung zu übernehmen und  aktiv zu werden ruft, dann wirst du den Gegner Komfortzone spielend überwinden.

Wenn du Lust hast zu transformiern, Neues zu tun und dafür noch Unterstützung brauchst, darf ich (ein wenig Eigenwerbung darf sein) nachstehend auf 2 Veranstaltungen hinweisen. Beide Veranstaltungen haben die Frage “Wege zum Tun”  im Fokus. Dabei geht es um psychologische Einblicke, Prinzipien wie ich gemeinschaftlich arbeiten kann und auch um die Frage wie ich die Notwendigkeit der Transformation argumentieren und darstellen kann. Details sind nachstehen verlinkt.

10. & 11.09.2011, St. Virgil bei Salzburg: Zukunft entsteht aus Krise. Eine Veranstaltung des Bildungshauses St.Virigl in Zusammenarbeit mit der Robert-Junk-Bibliothek für Zukunftsfragen <Details>

24. & 25.09.2011, Lienz: Training for Transition <Details>

 

 



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Tun ermächtigt und befreit!

Clive Hamilton zeichnet in seinem Werk “Requiem for a species – why we resist the truth about climate change” kein allzu ermutigendes Bild über die Menschheit und den Umgang mit der im Raum stehenden Klimakatastrophe. Gegen Ende seines Werks findet der Autor doch noch den Ausgang aus der Hölle und stellt fest, dass TUN das beste Mittel gegen “Klimawandeldepression” ist. Gemeint ist die Angst, die Lähmung, die scheinbare Ohnmächtigkeit im Kontext des globalen Phänomens Klimawandel.

Wir haben es im Rahmen der Werkstatt “Osttirol im Wandel” ausprobiert und ich muss sagen, es stimmt. Es fühlt sich gut an, etwas getan zu haben. Man fühlt sich ermächtigt.

Werkstatt Osttirol im Wandel

Was haben wir (die Kerngruppe von Osttirol im Wandel mit Tom Beck, Erich Hartlieb (verdeckt), Angela Frey, Elisabeth Eder, Andrea Miglar) gemacht? Wir haben Menschen zusammengebracht, die Interesse an der Zukunft haben und auch bereit sind Hand anzulegen. Es war wurderbar zu beobachten wie aus dem vielfältigen Miteinander eine “Schaffensenergie” erwuchs und konkrete Ideen zu Projekten wurden.

1% ist die Idee, 99% ist harte Arbeit, doch wird die Arbeit versüßt, wenn man nicht mehr alleine ist. Die Werkstatt war ein erster Schritt aus vielen Einzelnen ein “Kollektiv” zu formen. Dabei muss ein Kollektiv nicht das Gleiche tun, aber das Gleiche wollen. Wichtig ist das Ziel, die Vision, die vereint, da  finden sich alle. Den Weg dorthin dürfen wir in unterschiedlichen Bahnen beschreiten. Jede Gruppe in ihrer Geschwindigkeit, mit ihren Mitteln. Aus der Vielfalt entsteht die Kraft.

Ich bin schon gespannt wie es weitergeht. Hoffentlich mit vielen Ideen und viel, viel Arbeit, denn TUN ermächtigt, tun befreit!



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Transition Trainerpool

Ich befinde mich gerade auf der Heimreise vom “train the trainer”-Kurs des Tranition-Netzwerkes. Vier Tage wurden 20 Personen “from all over europe” in der Nähe von Utrecht (Holland) von Sophy Banks und Naresh Giangrande gecoached.  Am Ende des Kurses wurde ca. 15 Personen (inkl. meiner Person)  in den Trainerpool des Transition-Netzwerkes aufgenommen. Bis dato bin ich der einzige österreichische Trainer im Pool.

Der Ort des Geschehens: Stoutenburg Castle

Der Ort des Geschehens: Stoutenburg Castle

4 Tage intensiven Coachings liegen hinter mir, 4 Tage gemeinsam mit interessanten zukunftsorientierten Personen die sich Gedanken über die Zukunft unserer Gesellschaft machen. 4 Tage zwischen Peak Oil, Klimawandel, Finanzcrash und Verteilungsgerechtigkeit. 4 Tage mit der Vision einer neu gedachten Zukunft.

International macht sich im Transitionnetzwerk eine enorme Dynamik breit. In Österreich sind wir noch nicht soweit. Erste Kurse wurden/werden vom Ökodorf Keimblatt und von Transition Wels abgehalten.



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