Tag: Weltenretter

Ein Appell an alle Weltenretter!

Ja, ich mache mir Sorgen um die Zukunft unserer Erde. Wobei die Erde hat wahrscheinlich kein Problem, sondern wir Menschen…egal. Ja, man könnte mich als “Öko” bezeichnen, vielleicht auch ein wenig als LOHAS (lifestyle of health and sustainability), passend erscheint mir auch die Zuordnung zu den LOVOS (lifestyle of voluntary simplicity). Wahrscheinlich bin ich auch ein Weltenretter. Warum ich das hier kundtue?

Es ist folgendermaßen: Seit Jahren frage ich mich wer die Welt retten wird? Die Weltenretter, die Umweltschützer, die Ökos? Das Klimabündnis, das Shift-Network, das Transition-Network, oder doch die Unternehmer dieser Erde, oder gar die WTO (Welthandelsorganisation)?

Der Prinz von Persien, die Geschichte eines Weltenretters

Der Prinz von Persien, die Geschichte eines Weltenretters

Um eine Antwort zu finden müssen wir uns folgende weitere Frage zumuten: Wie stellen wir uns den Weltenrettungsprozess vor? Ein sanfter Übergang, oder ein Bruch?  Wie wird es geschehen, wie kann es geschehen?  Theorien, Mutmaßungen, Vorahnungen. Wird das Finanzsystem explodieren und die Ölexporte implodieren? Gräbt uns der Klimawandel das Wasser ab und überschwemmen uns Flüchtlingsströme aus der 3. Welt? Es gibt so viele Dinge auf dieser Welt, die unsere hochkomplexe Gesellschaft in die Luft sprengen können. Und genau das ist der Punkt, die Komplexität. Stichwort Schmetterlingeffekt (der Flügelschlag eines Schmetterlings kann einen Orkan auslösen), wir können den Wandelprozess nicht steuern. Nicht im Sinne einer hierarischen Steuerung, es handelt sich um einen nicht planbaren Prozess. Genau darin liegt die Schwierigkeit.

Was feste steht ist, welche Fähigkeiten uns in diesem Prozess helfen und das ist  Kommunikationsfähigkeit und soziale Kompetenz. Ob Familie, Firma, Gemeinde, Region, Bundesland, Staat oder Staatenverbund, was zählt ist die Kommunikationsfähigkeit und soziale Kompetenz.

Daher geht es nicht primär darum, dass wir Weltenretter gegen Konzerne kämpfen, sondern wenn möglich mit ihnen arbeiten. Es braucht den Impuls von aussen, von uns Weltenrettern, aber wir dürfen auch im System arbeiten, mit Unternehmen. Inklusion ist das Gebot der Stunde. “You have to find a place for the “bad” people in the process”.  Wir wollen kommunizieren, die Anderen verstehen. Sie mit ihren (System)zwängen ernstnehmen, sie einbeziehen. Es geht darum auf verschiedenen Ebenen zu arbeiten und es geht darum bei sich selber anzufangen.

Daher bitte liebe Weltenretter:  Nur auf das Bestehende einschlagen, kritisieren und bemängeln, bringt uns nicht weiter, hört auf damit! Energie die gegen etwas fließt schafft selten Freude. Gemeinsam Neues zu bauen gibt Kraft und Freude. Es gibt für jeden einen Platz in dem Prozess, an dem er sich mit seinen Fähigkeiten, Ideen und Idealen einbringen kann. Wandel ist ein zutiefst persönlicher Prozess.

Bauen wir Ökodörfer, entwickeln wir solidarische Wirtschaftsprojekte, stellen wir Carsharing auf die Beine oder beteiligen wir uns an einer Lebensmittelkooperative … UND … arbeiten wir mit Unternehmen, in Unternehmen und nicht gegen sie. Wir schaffen es nur gemeinsam.

DANKE – ein Weltenretter



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