Das Konzept der Inwertsetzung dient für uns als Rahmen für den Tätigkeitsbereich Tourismusberatung.
Regionaler Rahmen
Regionalisierung ist der zentrale Schlüssel für das Thema Inwertsetzung. Der Fokus bei dieser Art der Regionalisierung wird auf ein Gleichgewicht der nachfolgenden Ebenen gerichtet: die Balance des Lebens, der Ökologie und der Wirtschaft. Wertvolle Betonung der Region – Wertschätzung des Lebensraums – ist dabei der Schlüssel. Die Umgebung wird wieder zum Identifikationsraum für die Bevölkerung. Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen schafft neue Beziehungen zur Landschaft. Veredelung der vorhandenen Rohstoffe kann zu einem maßgeblichen wirtschaftlichen Standbein aufgebaut werden.
Die Bedeutung von Inwertsetzung im Tourismus
Das Ziel der touristischen Inwertsetzung ist es, touristische Angebote so zu gestalten, dass sie im regionalen Rahmen eingebettet sind und sich im Wertsystem der Gäste widerspiegeln. Findet der Gast keine Produkte und Dienstleistungen im Urlaub die seinem Wertsystem entsprechen, so ist er auch nicht bereit Geld auszugeben. Dabei ist es augenscheinlich, dass Inwertsetzung von Regionen und Landschaften – besonders im touristischen Kontext – nicht ohne die lokale Bevölkerung funktionieren kann.
Rahmenbedingungen der touristischen Inwertsetzung
Der Gast fährt auf Urlaub, um Mood Management (Beeinflussung der Stimmungslage) zu betreiben. Im Urlaub sucht der Gast heute Angebote mit folgenden Kernmerkmalen:
- Authentisches Angebot (Suche nach Verwurzelung)
- Einfachheit und Klarheit im Angebot
Findet der Gast so strukturierte Angebote vor, die auch noch seiner persönlich bevorzugten „Mischung“ der Erlebnisbereiche (explorativ, biotisch, sozial, emotional) entsprechen, so ist die Inwertsetzung gelungen.
Grundvoraussetzungen für Inwertsetzung sind: Geerdete Bevölkerung. Wertschätzung der Region (ev. Innenmarketing notwendig)
- Engagierte Akteure (Unternehmer)
- Landschaftsraum als Rahmen der Entwicklung akzeptieren
Arbeitsschritte zur Inwertsetzung von Landschaft
- Ressourcenanalyse
- Schaffung einer Marke (= emotionale Klammer)
- Ggf. Berücksichtigung bestehender Marken (Markenhierarchie)
- Produktentwicklung (Produktgeschichten, Aktivitätsniveaus…)
- Umsetzung / Gestaltung (Stimmigkeit, Orientierungssicherheit, Dramaturgie, usw…)
Jede Planung sollte nach diesen Gesichtspunkten abgearbeitet werden bzw. diese Arbeitsschritt berücksichtigen. Nicht zuletzt sollte man sich bei Produktentwicklungen immer fragen welchen Mitteleinsatz ist man gewillt aufzubringen und was erwartet man sich davon. In dieser Frage Klarheit zu erlangen ist der erste und wahrscheinlich wichtigste Schritt für ein erfolgreiches Projekt.